Lexikon

c

C+M+B

(manchmal auch: K+M+B) Namenskürzel für die Heiligen Drei Könige. Die Buchstaben wurden in dieser Form mit weißer Kreide an den Türbalken geschrieben und sollten Unheil vom Haus und seinen Bewohnern fernhalten. Seit der Wiederbelebung des Sternsingerbrauchtums nach dem Zweiten Weltkrieg werden die Buchstaben als „Christus Mansionem Benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“ – gedeutet. Am Vorabend des Dreikönigstages oder um die Zeit des Dreikönigstages herum werden die Buchstaben in Verbindung mit der Jahreszahl (20*K+M+B*10) von den Sternsingern an die Tür geschrieben (Haussegnung).

© Prof. Dr.theol. Manfred Becker-Huberti, Köln

Cabalgata de los Reyes Magos

Feierlicher Einzug der Heiligen Drei Könige in die spanischen Städte zu Anfang Januar, eine Mischung aus Weihnachten und Karneval. Und ein bunter Korso, bei dem die heiligen Magier zwar nicht auf Händen, wohl aber auf Sänften durch die Straßen getragen werden. An diesem Tag erhalten die Kinder ihre Weihnachtsgeschenke. Auf den Tisch kommt auch der „Roscones“, der (Drei-) KÖNIGSKUCHEN.

© Prof. Dr.theol. Manfred Becker-Huberti, Köln

Caspar

Der älteste der Heiligen Drei Könige heißt Caspar oder Kaspar, persisch „Schatzmeister“. Zunächst galt er überwiegend als Mohr, wurde dann aber ab dem 14. Jahrhundert durch Melchior als Mohr abgelöst. Als Gedenktag wurde früher der 1. Januar begangen. Der Vorname Caspar ist in Davos vor der Reformation der achthäufigste Rufname, nach der Reformation der sechsthäufigste, nimmt also keinen Schaden durch die reformatorische Theologie. Caspar wird auch zu Casper oder als Caspari auch zum Familiennamen.

© Prof. Dr.theol. Manfred Becker-Huberti, Köln