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LexikonKindermissionswerkDas mit der Aufklärung untergegangene STERNSINGEN wurde nach dem Zweiten Weltkrieg neu organisiert. In Köln z. B. befreiten Lehrer das Sternsingen vom alten Heischegedanken mit nur persönlichen Absichten und stellten eine meist von älteren Jugendlichen angeleitete Schar von Kindern unter ein Projekt, für das sie sammelten. Seit 1959 gibt es in Deutschland die bundesweite Aktion DREIKÖNIGSSINGEN, die seit 1961 gemeinsam vom Kindermissionswerk Die Sternsinger und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (Zusammenschluss von etwa 650.000 Kindern und Jugendlichen von acht bis 28 Jahren) verantwortet wird. Rund 3.000 Projekte für Not leidende Kinder weltweit werden jährlich unterstützt: unter anderem Straßenkinder in Südamerika, Kinder in osteuropäischen Krisengebieten und AIDS-Waisen in Afrika. Die jeweils rund 50 Millionen Euro, die in den letzten Jahren für diese Projekte zur Verfügung standen, stammen aus Spenden. Den größten Anteil bringt das jährliche Dreikönigssingen: Er stieg von 14,98 Millionen Euro 1990 auf 33 Millionen Euro in 2004. Seit Gründung sind mehr als 400 Millionen Euro eingenommen und rund 40.000 Projekte gefördert worden. Etwa 12.500 Pfarrgemeinden beteiligen sich in Deutschland. Nur wenig mehr als drei Prozent der Einnahmen werden für Verwaltung und Organisation gebraucht. Eine Initiative, die 1843 in Frankreich begonnen hatte und heute in 115 Ländern der Erde vertreten ist, führte am 2. Februar 1846 in Aachen durch das Mädchen Auguste von Sartorius zur Gründung des Kindermissionswerkes. |
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